Kirche zu Gerswalde

Die um 1250 entstandene Wehrkirche ist eine typisch uckermärkische Dorfkirche. Der auf dem Hügel liegende Granitbau beherrscht das ganze Dorfbild und spricht noch heute von der einstigen Bedeutung des Dorfes. Wehrkirche deshalb, weil in vergangenen Jahrhunderten die Menschen Schutz in ihr suchten und sich den Feinden zur Wehr setzten. Schwere Unwetter zerstörten mehrfach die Kirche. In den Jahren 1814-1820 wurde sie wieder hergestellt. Sie galt als eine der schönsten Kirchen im Lande.
Quellenangabe: Informationsflyer Uckermärkische Dörfer "Gerswalde" vom Tourismusverein Region Gerswalde.




Der Schnitzaltar von 1624 ist als Leihgabe der Kirche Schmölln (Uckermark) 1983 in der Gerswalder Kirche aufgestellt worden. Sein dreigeschossiger Aufbau mit reichem Schmuckwerk zeigt Szenen des Abendmahls, der Kreuzigung, der Auferstehung und der Himmelfahrt sowie die vier Evangelisten. Der vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammende Gerswalder Kanzelaltar ist noch vorhanden und wird voraussichtlich wieder aufgestellt, wenn der Schmöllner Altar in die dortige Kirche nach abgeschlossener Sanierung des Innenraumes zurückgebracht wird.

Die aus dem Jahr 1852 stammende Emst-und-Wilhelm-Sauer-Orgel wurde ursprünglich für die Lychener Kirche erbaut. Nach Gerswalde kam die Orgel 1873. Die Kirchengemeinde kaufte sie damals für 500 Taler. Im Jahr 1917 wurden ihr Prospektpfeifen für Rüstungszwecke entnommen. Eine 1986 beabsichtigte und bereits beauftragte Reparatur der Orgel kam nicht zustande. Erst 1996 konnte die Orgelbaufirma Christian Scheffler aus Frankfurt/Oder mit den Arbeiten beauftragt werden, die 2003 mit der vollständigen Restaurierung ihren Abschluss gefunden haben. Abmessungen der Orgel: Höhe 3,90 Meter; Breite 4,60 Meter; Tiefe 2,80 Meter.
Quellenangabe: Informationen in der Kirche Gerswalde, von der Kirchengemeinde Gerswalde.



Der aufmerksame Beobachter kann an diesem imposanten Bauwerk drei Besonderheiten finden: Über dem Eingangsportal befindet sich ein besonderer Stein, auch Schachbrett genannt. Auf der gegenüber liegenden Seite findet man etwa in einem Meter Höhe den Abdruck einer Tatze im Mauerwerk und an der Süd-Ost-Ecke kann man an schönen Tagen an einer Sonnenuhr die Zeit ablesen.



Fotos mit freundlicher Genehmigung von www.uckermark-kirchen.de und Kevin



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